Ich bin Rudi
 

Kongo - Graupapagei

Geschlüpft:
31. Dezember 1998

Brutstätte: 
Trossingen im Schwarzwald

Handaufzucht

Geschlecht:
männlich

Charakter:
eigenwillig,
nachtragend
und meistens rambomäßig drauf

O-Töne [1,3 MB] (badisch)

[Komm raus - Geh' mer in's Bett? - Hesch Hunger? - Geh da hoch - Komm raus hier - Ach du Scheiß - ok - Tschau - Komm Hand - Kussili - Fräulein, hörsch du auf du! - Komm raus hier
d.h.:
- Geh'n wir in's Bett? - Hast du Hunger? - Fräulein, hörst du auf, du!]

 

 

Paps und Mam' holten mich im März 99 in Trossingen ab. Bis dahin lebte ich mit meinen Geschwistern und den Kindern unserer Nachbarn in einem kleinen Aufzuchtskäfig. Es war allerhöchste Zeit, dass ich da rauskam, schließlich hatte ich meine ersten Flugversuche bereits hinter mir und die Nachbarsgören, die ja noch Babys waren, nervten mich gewaltig.

Hirsekolben - bei Nicki geklautIch wurde in einen anderen Käfig gesetzt, auf den Rücksitz im Auto gestellt und schon ging's los. Paps ist ganz vorsichtig gefahren und Mam' hat aufgepasst, dass der Käfig nicht so schaukelt. Hätte sie aber nicht müssen, so ein bisschen Action macht doch Spaß!

Die zwei haben den ganzen Weg über von einer 'Charly' geredet. Wer zum Henker ist das nur, hab ich mich gefragt, dass die denen so wichtig ist? Und wieso soll ich mich mit der verstehen? Kleiner als ich soll die sein? Na, dann wird sie sich wohl arrangieren müssen!

So zwei Stunden waren wir unterwegs, bis wir dann endlich in meinem neuen Zuhause angekommen sind (so ein bisschen schlecht war mir dann schon). Und dann stellten mich die zwei einfach im Flur ab und gingen alleine weiter ins Wohnzimmer! Und da redeten sie dann mit dieser ominösen 'Charly', die ich nicht kannte und von der ich nicht mal wusste, wie sie aussah.

Nach ein paar Minuten haben sie mich dann aber reingeholt und auf den Tisch neben einer großen Voliere gestellt. Nicki, ein Nymphensittich, fing an, fürchterlich laut zu schimpfen und dann kam auf einmal Leben in die Bude.

Ich konnte Charly sehen (wunderhübsch!) und weil sie so aufgeregt hin und hergerannt ist, hat Paps ihr die Volierentür aufgemacht. Sie ist dann sofort auf seine Schulter geflogen, dann weiter auf Mam's Schulter (weil die näher bei mir stand) und dann hat sie mich in meinem Transportkäfig beäugt.

Na, das hatte mir gerade noch gefehlt, dass die da rumfliegt und ich sitze fest! Ich bin natürlich sofort nach oben geklettert und Mam' hat den Deckel abgenommen. Charly ist rübergehopst und dann haben wir uns erst mal zur Begrüßung geküsst.

Nach der langen Reise hatte ich natürlich ganz schön Hunger, also hat mich Charly mit in die Voliere genommen und mir gezeigt, wo ich was finde und nachdem wir uns den Bauch vollgeschlagen hatten, haben wir zusammen gespielt. Ich konnte ja noch nicht so richtig fliegen und klettern, aber Charly hat immer auf mich gewartet. Und dann hat sie den ganzen Nachmittag meine rechte Schwinge geputzt und immer wieder ganz leicht in mein rechtes Bein gezwickt. Ich weiß auch nicht, warum sie das gemacht hat, aber es hat ja nicht wehgetan und so hab ich sie eben machen lassen.